Mit rund 30 Teilnehmenden war die Triathlon-Abteilung beim diesjährigen Long-Course-Weekend (LCW) im niederländischen Maastricht vertreten. Das besondere Veranstaltungsformat sorgte nicht nur für sportliche Herausforderungen, sondern auch für ein gemeinschaftliches Wochenende innerhalb des Vereins.
Die Idee zur gemeinsamen Teilnahme entstand zunächst spontan – innerhalb kurzer Zeit meldeten sich zahlreiche Mitglieder an, sodass schließlich eine große Vereinsgruppe nach Maastricht reiste. Vor Ort stand neben dem Sport vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt.
Das Konzept des Long-Course-Weekends: An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen absolviert. Die Teilnehmenden können dabei selbst entscheiden, welche Distanzen sie bestreiten möchten – von einzelnen Starts bis hin zur kompletten Langdistanz.
Der sportliche Teil begann am Freitag mit dem Schwimmen, bevor am Samstag die Radstrecken auf dem Programm standen. Am Sonntag folgte schließlich das große Finale mit dem Laufwettbewerb. Insgesamt absolvierten drei Athleten aus der Vereinsgruppe die komplette Langdistanz über alle drei Tage hinweg.

Neben den sportlichen Leistungen spielte auch das Wetter eine besondere Rolle: Bei Temperaturen von rund 30 Grad herrschten sommerliche Bedingungen. Aus Sicherheitsgründen wurde der geplante Marathon schließlich angepasst beziehungsweise gestrichen, um die Gesundheit der Teilnehmenden zu schützen.
Auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe prägte das Wochenende. „Besonders gefallen hat mir der gegenseitige Support untereinander. Unser Verein ist in der großen Teilnehmergruppe definitiv aufgefallen, was ein tolles Gefühl war. Die Organisation war sehr gut, und viele haben sich an Wettbewerbe getraut, die sie vorher noch nie gemacht haben – und waren danach richtig zufrieden mit ihren Leistungen. Auch ich bin aus meiner Komfortzone herausgegangen und habe längere Strecken, wenn auch einzeln, durchgehalten. Das motiviert mich sehr für die nächsten Events“, berichtet Sandra Bartrow.
Für die Triathlon-Abteilung war das Wochenende damit nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern auch ein gelungenes Beispiel für das aktive Vereinsleben und die starke Gemeinschaft innerhalb des Vereins.
Gladbeck feiert seine neuen Para-Triathlon-Meister! Bei den Deutschen Para-Meisterschaften, ausgerichtet von der Deutschen Triathlon Union (DTU) in Schweinfurt, haben Björn Maas und Lena Herrmann vom Schwimmverein Gladbeck 1913 e.V. in ihren jeweiligen Klassen triumphiert und zwei begehrte Meistertitel nach Gladbeck geholt.
Die Deutsche Para-Meisterschaft lockte insgesamt 36 Para-Triathletinnen und -Triathleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Start, um sich unter anspruchsvollen Bedingungen zu messen.
Björn Maas setzte sich souverän in der männlichen Klasse PTS2 durch und holte den Deutschen Meistertitel nach Gladbeck. „Es ist ein tolles Gefühl diesen Titel zu gewinnen und für mich ein gezielter Schritt auf dem Weg zur Ironman WM in Nizza. Hier, in Schweinfurt, hat sich für mich gezeigt, dass ich auf dem richten Weg bin und es aber weiterhin ein konsequentes Training erfordert.“, erläutert Maas das Rennen und seine zukünftigen Ziele.
Auch Lena Herrmann zeigte eine herausragende Leistung und sicherte sich den Deutschen Meistertitel in der Frauenklasse PTS3. „Ich bin überglücklich und stolz auf diesen Erfolg. Es war ein hartes Rennen, aber die Atmosphäre und die anderen Sportler haben mich motiviert. Dieser Sieg motiviert mich ungemein für die kommenden Herausforderungen“, kommentierte Herrmann ihren Sieg.
Der Wettkampftag in Schweinfurt war nicht ohne Herausforderungen: Mit einer Wassertemperatur von lediglich 16,5 Grad und damit verbundener Neoprenpflicht war die Schwimmstrecke eine erste mentale und körperliche Hürde. Doch die Gladbecker Athleten bewiesen hier bereits ihre Stärke. Anschließend sorgten Sonnenschein und gute Bedingungen für einen gelungenen Verlauf der Rad- und Laufstrecke.
Die Leistungen von Björn Maas und Lena Herrmann sind umso bemerkenswerter, da der Para-Sport den Athletinnen und Athleten neben dem intensiven Training und dem Wettkampf zusätzlich den Umgang mit körperlichen Einschränkungen oder chronischen Erkrankungen abverlangt. Ihre Siege in Schweinfurt sind ein eindrucksvoller Beweis für Einsatz und Willenskraft.
Über die sportlichen Leistungen hinaus bot die Deutsche Para-Meisterschaft eine wichtige Plattform für den Austausch innerhalb der Para-Community. Die Meisterschaft ermöglichte es den Athletinnen und Athleten, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und den Para-Sport gemeinsam weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Vom 23. bis 25 Januar fand ein Lehrgang der Deutschen Triathlon Union (DTU) im Paratriathlon bei uns im Verein statt. Unser Verein hat dabei nicht nur die Organisation übernommen, sondern den gesamten Rahmen geschaffen, damit professionelles Training überhaupt möglich war. Vom bereitgestellten Vereinsheim über die Nutzung von Schwimmbad und Fitnessraum bis hin zur Verpflegung war alles vorbereitet. Viele Helferinnen und Helfer haben im Hintergrund mit angepackt, damit wir uns voll und ganz auf den Sport konzentrieren konnten.
Auch Bundestrainer Tom Kosmehl begleitete den Lehrgang – und hatte dabei eine besondere Anekdote im Gepäck: 1994 gewann er selbst einen Triathlon in unserem Verein. Diese Verbindung hat dem Wochenende eine zusätzliche, persönliche Note verliehen.
Lena Herrmann, selber Para-Triathletin, SV13-Mitglied und Teilnehmerin des Lehrgangs schildert aus ihrer Sicht:
Für mich persönlich war es eine besondere Gelegenheit, hautnah mitzuerleben, wie auf diesem Niveau trainiert wird, und selbst das gesamte Programm mitzumachen. Mit fünf Schwimmeinheiten, zwei Laufeinheiten und zusätzlichem Krafttraining war das Pensum intensiv und fordernd, gleichzeitig aber sehr lehrreich. Besonders wertvoll waren für mich die individuellen Rückmeldungen zu Technik, Belastungssteuerung und möglichen Hilfsmitteln im Umgang mit meiner Erkrankung.
Beeindruckt hat mich außerdem die Selbstverständlichkeit, mit der hier Leistungssport betrieben wird – trotz unterschiedlicher Behinderungen. Jede und jeder bringt eigene Voraussetzungen mit, und dennoch steht der gemeinsame sportliche Anspruch im Mittelpunkt. Gleichzeitig war der Umgang miteinander von Offenheit und Humor geprägt: Wir konnten gemeinsam lachen und ganz selbstverständlich über unsere unterschiedlichen Einschränkungen sprechen. Ich nehme aus dem Lehrgang viel Motivation, neue Impulse und konkrete nächste Schritte mit – und bin stolz, dass unser Verein Gastgeber für einen solchen Lehrgang sein durfte.
SV Gladbeck von 1913 e.V.
Schützenstraße 120
45964 Gladbeck
Tel.: 02043 - 21113
E-Mail: geschaeftsstelle@sv13.de
Dienstag:15:00 bis 17:30 Uhr
Donnerstag:10:00 bis 14:00 Uhr
Freitag:10:00 bis14:00 Uhr