Vier Athletinnen und Athleten des SV Gladbeck 13 sind am vergangenen Wochenende beim 39. Stadtwerke Borken Triathlon an den Start gegangen – und alle vier kehrten mit starken Ergebnissen und jeder Menge guter Laune zurück. Bei bestem Sommerwetter standen am Ende ein Gesamtsieg, drei Altersklassensiege und einige erzählenswerte Geschichten zu Buche.
Kurztriathlon: Titelverteidigung und ein hauchdünnes Rennen
Über die Kurzdistanz zeigten Pia Opitz und Nils Wieduwildt ihre Klasse. Opitz verteidigte ihren Titel souverän: In 2:06:25 Stunden holte sie den ersten Gesamtplatz und gewann zugleich ihre Altersklasse W 25. Und das mit satten 13 Minuten Vorsprung auf Platz zwei.

Wieduwildt verpasste die Titelverteidigung dagegen nur um Haaresbreite. Nach 1:55:23 Stunden überquerte er als Gesamtzweiter die Ziellinie, rund eine Minute hinter dem Sieger, und gewann seine Altersklasse M 25. Dass es am Ende so knapp wurde, hatte einen kuriosen Grund: „Mein erster Wechsel lief überhaupt nicht gut. Ich musste erst meine Socken suchen und bekam sie dann kaum an – da ist einiges an Zeit liegen geblieben", berichtete Wieduwildt. Beide steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr und hatten sichtlich Spaß auf der Strecke: „Eine tolle, familiäre Veranstaltung mit richtig guter Stimmung."

Volkstriathlon: Comeback nach langer Pause
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Susanne Isfort. Nach jahrelanger, verletzungsbedingter Pause wagte sie in Borken ihre Rückkehr in den Wettkampf und das mit Erfolg: Über die Volksdistanz mit 300 Metern Schwimmen im Pröbstingsee, 20 Kilometern auf dem Rad und 5 Kilometern Laufen durch den Wald sicherte sie sich in 1:21:16 Stunden den Sieg in der Altersklasse W 60. „Ich bin einfach froh, wieder dabei zu sein", freute sich Isfort über ihr gelungenes Comeback und die tolle Stimmung am Streckenrand.
Ebenfalls über die Volksdistanz startete Sophie-Marie Wagner. Sie erlebte einen echten Schreckmoment. Beim Schwimmen geriet die Athletin kurz in Not: ein Schwall Wasser ins Gesicht, sofort verschluckt, und plötzlich bekam sie keine Luft mehr. Wagner musste sich kurz in die Waagerechte legen und hielt bereits Ausschau nach der DLRG. „Hätte ich mich nicht wieder gefangen, wäre der Triathlon an diesem Punkt zu Ende gewesen", schildert sie. Ihr Fazit ist zugleich eine Mahnung: „Auch wenn man gut schwimmen kann, kann es im Wasser plötzlich sehr gefährlich werden." Trotz des Zeitverlusts zeigte sie sich mehr als zufrieden: In 1:21:11 Stunden belegte sie Platz sieben in ihrer 22 Starterinnen zählenden Altersklasse W 25. „Für mein erst zweites Triathlon-Jahr bin ich mit dem Ergebnis sehr glücklich."

Am Ende überwog bei allen vier Startern die Freude – über gute Zeiten, Podestplätze und einen rundum gelungenen Wettkampftag bei familiärer Atmosphäre. Der SV Gladbeck 13 gratuliert seinen Athletinnen und Athleten herzlich zu ihren Leistungen.
Die dritte Station der Verbandsliga Nord führte die Triathlon-Ligamannschaft des SV 13 Gladbeck am Sonntag (02. August) zur olympischen Distanz nach Sassenberg – und die Erinnerungen an den Ort waren gut. Schon im vergangenen Jahr lieferte das Team dort ab. Diesmal kehrte man mit einem dritten Gesamtplatz und frischer Aufstiegshoffnung zurück.
Die Mannschaft startete stark in den Wettkampf. Stephan Berg übernahm im Schwimmen die Spitzenposition, während Ben Plaumann und Bernhard Deiß sich im Feld mit dem Dauerrivalen SuS Darme duellierten. Carlo Nowoczin sicherte das Feld nach hinten ab.
Sassenberg ist für schnelle Radzeiten bekannt und davon profitierte besonders Neuzugang Ben Plaumann, der auf der Strecke glänzte. Auf der Laufstrecke zeigte das Team dann sein gewohntes Gesicht: nur eine Richtung, nach vorne.
Am Ende standen die Einzelplätze 5 für Ben Plaumann, 6 für Bernhard Deiß, 13 für Stephan Berg und 36 für Carlo Nowoczin – und damit Platz 3 in der Mannschaftswertung. Die Rückkehr aufs Podium hält die Aufstiegshoffnungen am Leben.
In vier Wochen folgt das letzte Saisonrennen: die Kurzdistanz in Riesenbeck.
Im Rahmen von "Die Finals" am Steinhuder Meer bei Hannover fanden am Samstag (25. Juli) die Deutschen Meisterschaften im Triathlon auf der Sprintdistanz für die Altersklassen statt. Die Finals sind ein nationales Multisport-Event, bei dem Deutsche Meisterschaften in 24 Sportarten gleichzeitig ausgetragen werden – der deutsche Spitzensport an einem Ort, ein nationales Mini-Olympia. Fast eine halbe Million Besucher verfolgten die Wettkämpfe vor Ort. Für Frank Wiedenhöfer vom SV 13 Gladbeck endete der Wettkampf mit einer Bronzemedaille – nach einem Rennen, das bis 200 Meter vor dem Ziel noch nach Silber aussah.
Bei besten Bedingungen startete Wiedenhöfer um 7:30 Uhr in der größten Altersklasse des gesamten Wettkampfs: der AK 60 mit über 50 Startern. Auf den 750 Metern im Steinhuder Meer setzte er sich früh in einer Dreiergruppe durch und kam mit einem Vorsprung von 45 Sekunden aus dem Wasser. Auf dem 20 Kilometer langen Radkurs konnte er sich gemeinsam mit dem späteren Sieger von der Verfolgergruppe absetzen – der Vorsprung blieb konstant bei 45 Sekunden.

Auf dem abschließenden fünf Kilometer langen Lauf hielt Wiedenhöfer bis 200 Meter vor dem Ziel den zweiten Platz – dann überholte ihn noch ein Athlet. Bronze statt Silber, um Haaresbreite.
Wiedenhöfer selbst blickt trotzdem zufrieden zurück: „Mit der Bronzemedaille bin ich voll zufrieden, da ich doch eher für die längeren Strecken trainiert habe und mir auf der Sprintdistanz die Schnelligkeit etwas fehlt."
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