Vom 23. bis 25 Januar fand ein Lehrgang der Deutschen Triathlon Union (DTU) im Paratriathlon bei uns im Verein statt. Unser Verein hat dabei nicht nur die Organisation übernommen, sondern den gesamten Rahmen geschaffen, damit professionelles Training überhaupt möglich war. Vom bereitgestellten Vereinsheim über die Nutzung von Schwimmbad und Fitnessraum bis hin zur Verpflegung war alles vorbereitet. Viele Helferinnen und Helfer haben im Hintergrund mit angepackt, damit wir uns voll und ganz auf den Sport konzentrieren konnten.
Auch Bundestrainer Tom Kosmehl begleitete den Lehrgang – und hatte dabei eine besondere Anekdote im Gepäck: 1994 gewann er selbst einen Triathlon in unserem Verein. Diese Verbindung hat dem Wochenende eine zusätzliche, persönliche Note verliehen.
Lena Herrmann, selber Para-Triathletin, SV13-Mitglied und Teilnehmerin des Lehrgangs schildert aus ihrer Sicht:
Für mich persönlich war es eine besondere Gelegenheit, hautnah mitzuerleben, wie auf diesem Niveau trainiert wird, und selbst das gesamte Programm mitzumachen. Mit fünf Schwimmeinheiten, zwei Laufeinheiten und zusätzlichem Krafttraining war das Pensum intensiv und fordernd, gleichzeitig aber sehr lehrreich. Besonders wertvoll waren für mich die individuellen Rückmeldungen zu Technik, Belastungssteuerung und möglichen Hilfsmitteln im Umgang mit meiner Erkrankung.
Beeindruckt hat mich außerdem die Selbstverständlichkeit, mit der hier Leistungssport betrieben wird – trotz unterschiedlicher Behinderungen. Jede und jeder bringt eigene Voraussetzungen mit, und dennoch steht der gemeinsame sportliche Anspruch im Mittelpunkt. Gleichzeitig war der Umgang miteinander von Offenheit und Humor geprägt: Wir konnten gemeinsam lachen und ganz selbstverständlich über unsere unterschiedlichen Einschränkungen sprechen. Ich nehme aus dem Lehrgang viel Motivation, neue Impulse und konkrete nächste Schritte mit – und bin stolz, dass unser Verein Gastgeber für einen solchen Lehrgang sein durfte.
Sechs Gladbecker unter den ersten zehn in ihren Altersklassen
Schönes Wetter, kräftiger Wind auf der Duisburger Rheinbrücke und 13 lächelnde SV13-Gesichter im Ziel brachte der Ironman 70.3 in Duisburg. Mit größtenteils hervorragenden Leistungen und Weltmeisterschaftsqualifikationen konnten die Gladbecker auf einen gelungenen Rennsonntag zurückblicken.
Ziemlich geschafft aber sehr zufrieden zeigte sich zum Beispiel Björn Maas, der frischgekürte Gladbecker Sportler des Jahres 2025, über sein Rennen. Eigentlich hat es der Para-Sportler mit den Sprintdistanzen des Triathlons zu tun und weniger mit der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen). Doch einen Ironman in der Nähe lässt man nicht so einfach vorbeiziehen. So stellte er sich auch der halben herausfordernden Ironman-Distanz. „Beim Schwimmen hatte ich noch ein gutes Gefühl, aber bei der zweiten Radrunde brach ich ein“, berichtet Maas von Schwierigkeiten auf der Strecke. „In solchen Momenten zeigt sich, was Triathlon wirklich bedeutet: Kämpfen. Dranbleiben. Weitermachen.“ Der Para-Triathlet, der zur Weltelite gehört, führt aus, dass die längeren Distanzen einfach ein Test mentaler und körperlicher Stärke sei. „Und heute waren 100 % der mentalen Stärke gefordert.“ Das Ergebnis und die Belohnung seines Durchhaltewillens: Ein Pokal für den dritten Platz.
Frank Wiedenhöfer, das Urgestein des SV13-Triathlons, überzeugte mal wieder auf seiner Lieblingsstrecke. „Die Mitteldistanz, wie sich der Ironman 70.3 auch nennt, liegt mir einfach.“ Sein 30. Ironman 70.3 begann mit dem Schwimmen bereits verheißungsvoll und setzte sich beim Radfahren fort. Nach 27:55 Minuten verließ er als erster seiner Altersklasse die 1,9 km Schwimmstrecke auf der Regattabahn und wechselte auf das Rad. Dort setzte er seinen fulminanten Ritt fort. Mit einer Geschwindigkeit von fast 38 km/h im Schnitt wechselte er in die Laufschuhe. Auf der Laufstrecke wurde er allerdings von zwei Kontrahenten überholt und wurde im Ziel mit einer für ihn guten Laufzeit von 1:42 Std. Dritter. „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Konnte die Führungsposition zwar nicht halten, aber egal, wichtig war mir das Ticket für die Weltmeisterschaften in Nizza 2026.“
Weitere WM-Slots, so nennen sich die Qualifikationsplätze, konnten Giuseppe Zuddas (8.) und Birgit Zuddas (10.) gewinnen.
Doch nicht nur die besonders erfolgreichen Athleten seien erwähnt. So absolvierten u.a. Anna Fockenberg und Manuel Jägers ihren ersten Auftritt über die Mitteldistanz. Die Bedingungen, so gaben die SV13er zu Protokoll waren wirklich gut, wenn man stark auf dem Rad und in den Schuhen ist. „Das Schwimmen auf der Regattabahn ist top, fast wie im Freibad, einfach geradeaus.“ Mit der Radstrecke taten sich nicht nur die Gladbecker Triathleten schwer: „Die Strecke war flach, aber windig. Man durfte sich hier nicht verausgaben, um ein paar Körner für den Halbmarathon über zu behalten“, so Michael Walter, der auf der Laufstrecke einige Plätze gut machen konnte. „Der Wind auf der Rheinbrücke hatte es schon in sich“, ergänzt Jana Stier.
Dass nicht nur die Sonne etwas zu lachen hatte, sondern das ganze Team des SV13, stellte sich erst Dienstag heraus. In der Gesamtwertung wurde es in der Teamwertung Dritter und bekommt nun die Trophäe nachgereicht.
Nicht zu vergessen, dass die Gladbecker nicht nur Athleten in vielen Altersgruppen, sondern auch mit Thomas Neumann einen erfahrenen und international bewährten Kampfrichter stellten.
Teamwertung: Dritter Platz
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Name |
Altersklasse |
Platzierung |
|
Frank Wiedenhöfer |
AK 55 |
3. |
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Björn Maas |
Para |
3. |
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Sabine Schön |
AK 50 |
5. |
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Giuseppe Zuddas |
AK 55 |
8. |
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Anika Bockholt |
AK 45 |
8. |
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Birgit Zuddas |
AK 55 |
10. |
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Peter Bockholt |
AK 55 |
15. |
|
Jana Stier |
AK 50 |
18. |
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Anna Fockenberg |
AK 30 |
25. |
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Carsten Künsken |
AK 55 |
32. |
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Michael Walter |
AK 55 |
33. |
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Tim Dallmeier |
AK 35 |
165. |
|
Manuel Jägers |
AK 30 |
179. |
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