Großes Ziel zum Saisonabschluss: Gleich acht Athletinnen und Athleten des SV Gladbeck 13 starten am kommenden Wochenende bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza. Bei dem WM-Event treten mehr als 6.500 Aktive aus 130 Ländern an – 3.000 Frauen gehen am Samstag an den Start, 3.500 Männer am Sonntag. Das Durchschnittsalter liegt bei 43 Jahren, die Jüngsten sind 18, die Ältesten 82 Jahre alt. Mittendrin: acht Gladbeckerinnen und Gladbecker, die sich diesen Startplatz über die Saison hart erarbeitet haben.

Die Strecke an der Côte d'Azur gilt als eine der anspruchsvollsten im Kalender. Nach dem 1,9 Kilometer langen Schwimmen im Mittelmeer folgt eine Radstrecke, die es in sich hat: Rund 1.200 Höhenmeter gilt es auf den 90 Kilometern zu bewältigen, fast alle davon in der ersten Hälfte – Kernstück ist der lange Anstieg zum Col de Vence mit Rampen von über zehn Prozent. Erst danach flacht der Kurs ab und führt über eine technische Abfahrt zurück nach Nizza. Den Abschluss bildet ein flacher, aber schattenloser Halbmarathon entlang der berühmten Promenade des Anglais.

Ein ganz besonderer Starter im Gladbecker Aufgebot ist Björn Maas, der als Paraathlet an den Start geht. Für ihn ist Nizza ein emotionaler Karrierehöhepunkt: „Ein Finish wäre noch mal etwas ganz Besonderes zum Ende einer Karriere. Um mehr geht es nicht. Ich habe mehr gewonnen und erlebt, als mir eigentlich zusteht.“ Und die große Frage, die für ihn über dem Rennen steht, formuliert er selbst: „Was kommt danach?“

Am erfahrensten im WM-Geschäft ist Frank Wiedenhöfer: Für ihn ist es bereits die vierte Teilnahme an einer 70.3-WM nach Zell am See (2015), Nizza (2019) und Marbella (2025). Seinen Startplatz sicherte er sich 2025 in Duisburg. „Nach einer guten Saison möchte ich zum Abschluss noch einmal einen guten Wettkampf machen. Ich gebe alles und schaue dann, welche Platzierung dabei herauskommt. Das Niveau in den Altersklassen ist schon verdammt hoch – ist ja auch eine WM!

Ebenfalls WM-erfahren ist Pia Opitz, die sich im Vorjahr in Zell am See qualifizierte. In Marbella belegte sie zuletzt Rang 44 ihrer Altersklasse – in Nizza will sie deutlich weiter nach vorne. „Es erwartet uns eine anspruchsvolle Strecke, ein geiles Event mit Mega-Stimmung am Streckenrand und große Konkurrenz. Ich möchte meine bestmögliche Leistung zeigen – und wofür es am Ende reicht, lasse ich auf mich zukommen.“

Auch Sabine Schön kennt die große WM-Bühne bereits, 2019 war sie in Nizza dabei. Ihren Startplatz für dieses Jahr holte sie sich 2025 in Luxemburg – als Erste ihrer Altersklasse. Für Nizza hat sie sich vor allem eines vorgenommen: „Spaß haben, einen guten Wettkampf zeigen und die Atmosphäre genießen. Ich finde es richtig cool, dass wir mit so vielen Leuten vom SV Gladbeck qualifiziert sind, und freue mich, teilnehmen zu dürfen.“

Mit einer klaren Marschroute reist Jutta Börmann an, die sich bereits im Juli 2025 beim Ironman Luxemburg qualifizierte. Nach mehrmonatiger, unfallbedingter Verletzungspause geht sie das Rennen mit Bedacht an: „Beim Schwimmen nicht unnötig Körner verschenken, auf der anspruchsvollen Radstrecke ruhig angehen und beim Halbmarathon darauf setzen, dass Atmosphäre und Publikum die fehlenden Trainingskilometer etwas kompensieren.“ Ihr Ziel bringt sie charmant auf den Punkt: ein „finish with a smile“.

Komplettiert wird das Gladbecker WM-Aufgebot von Giuseppe Zuddas, Birgit Zuddas und Nils Wieduwildt, die ebenfalls in Nizza an den Start gehen.

Acht WM-Teilnehmende – das ist für den SV Gladbeck 13 ein starkes Ausrufezeichen und ein schöner Beleg für die Entwicklung im Verein. Die heiße Phase der Saison findet damit ihren krönenden Abschluss an der Côte d'Azur.

Übertragung: Beide Rennen laufen im kostenlosen Livestream der Sportschau, jeweils ab 6:55 Uhr:

Frauenrennen, Samstag (12.9.): [HIER KLICKEN]
Männerrennen, Sonntag (13.9.): [HIER KLICKEN]

Ein Hinweis: Der Fokus der Übertragung liegt auf dem Profifeld. Unsere SV-13-Aktiven gehen als Altersklassen-Starterinnen und -Starter in den weiteren Startwellen ins Rennen und sind im Stream höchstens am Rande zu sehen. Wer „unsere“ Athletinnen und Athleten live mitverfolgen möchte, nutzt dafür am besten die kostenlose App „Ironman Tracker“ – einfach den Namen eingeben.