Sonntagmorgen am Freibad Gladbeck. Noch bevor die Stadt richtig aufgewacht ist, stehen die ersten Athleten im Wasser, die Startnummern frisch befestigt, der Blick konzentriert. Um Punkt 8:15 Uhr fällt der erste Startschuss – und der ELE-Triathlon 2026 ist eröffnet. Was dann folgt, ist ein langer, lebendiger Tag rund um Schloss Wittringen: Schwimmen, Radfahren, Laufen – und mittendrin hunderte Menschen, die anfeuern, klatschen und mitfiebern.

Rund 1.000 Starterinnen und Starter haben sich in diesem Jahr angemeldet. Dass die Kurzdistanz bereits Monate vor dem Wettkampf restlos ausgebucht war, spricht für sich. Der ELE-Triathlon ist keine Randsportveranstaltung mehr – er ist ein fester Bestandteil des Gladbecker Sportkalenders, ein Termin, den viele im Revier schon lange vormerken.

Liga, Lokalhelden und Familien

Neben dem Breitensport war auch der Leistungsbereich prominent vertreten. Die NRW-Ligen sowie die Verbandsliga Süd trugen ihre Wettkämpfe über die Sprint- und Kurzdistanz aus und sorgten für den sportlichen Höhepunkt des Tages. Abteilungsleiter Giuseppe Zuddas erklärte, dass die Verbandsliga zwischen dem dritten und vierten Lauf der Volksdistanz in den Zeitplan integriert wurde – eine logistische Präzisionsarbeit, die den ganzen Tag strukturiert und trotzdem fließend hielt.

Dass der Wettkampftag ausgerechnet auf den Muttertag fiel, war kein Zufall – und wurde von vielen Familien bewusst als Kombination genutzt. Während Mama oder Papa die letzten Kilometer liefen, saßen Kinder mit selbstgebastelten Schildern am Streckenrand. Andere kamen schlicht für das Ambiente: das Schloss im Hintergrund, die Sonne über dem Schlosssee, der Duft von Kaffee und Sonnencreme.

Die Sieger des Tages

Beim Kurztriathlon über 1.000 Meter Schwimmen, 38,5 Kilometer Rad und 10 Kilometer Laufen setzte sich bei den Männern Marius Lindemann durch. Der Lokalmatador überquerte die Ziellinie nach 1:51:32 Stunden als Erster – knapp vor Ben Plaumann (1:52:21) und Jonas Schlieckmann (1:55:47). Bei den Frauen gewann Kristin Kollenberg in 2:06:35 Stunden vor Julia Bobowski (2:07:59) und Chantal Gobrecht (2:09:48).

Die 1. Regionalliga NRW lieferte die schnellsten Zeiten des Tages. Bei den Männern war Lorenzo de Gregorio mit 58:30 Minuten über die Sprintdistanz der Schnellste, dicht gefolgt von Maximilian Meckel (58:34) und Timo Schaffeld (58:43). Bei den Frauen dominierte Marit Lindemann mit 1:06:52 Stunden klar das Feld, vor Katrin Harnischmacher (1:07:23) und Svea Lüdorff (1:08:02).

Beim Volkstriathlon entschied Nick Hogervorst (55:33 min) das Rennen bei den Männern für sich, Marie Miroslaw (1:02:59) gewann bei den Frauen. In der Verbandsliga Süd war Max Menzel mit 1:03:35 Stunden der Schnellste. Im Schnuppertriathlon sicherte sich Jonah Kleinberg (34:07 min) bei den Männern und Wiebke Müller (36:49 min) bei den Frauen den ersten Platz.

Kurztriathlon Männer – Top 3
PlatzNameZeit
1. Marius Lindemann 1:51:32
2. Ben Plaumann 1:52:21
3. Jonas Schlieckmann 1:55:47
Kurztriathlon Frauen – Top 3
PlatzNameZeit
1. Kristin Kollenberg 2:06:35
2. Julia Bobowski 2:07:59
3. Chantal Gobrecht 2:09:48
Regionalliga NRW Männer – Top 3
PlatzNameZeit
1. Lorenzo de Gregorio 0:58:30
2. Maximilian Meckel 0:58:34
3. Timo Schaffeld 0:58:43
Regionalliga NRW Frauen – Top 3
PlatzNameZeit
1. Marit Lindemann 1:06:52
2. Katrin Harnischmacher 1:07:23
3. Svea Lüdorff 1:08:02

250 Helfer im Hintergrund

Ein Wettkampf dieser Größenordnung funktioniert nicht von allein. Rund 250 Helferinnen und Helfer des SV Gladbeck 1913 waren im Einsatz – dazu kamen Unterstützerinnen und Unterstützer der Stadt Gladbeck, der DLRG, des TV Einigkeit, des DRK sowie Polizeikräfte und viele Angehörige der Vereinsmitglieder. Man sah sie an den Wechselzonen, an den Verpflegungspunkten, auf der Laufstrecke. Ohne sie wäre der ELE-Triathlon das nicht, was er ist.

Die ELE als Namensgeber und langjähriger Hauptpartner trägt ebenfalls zum Charakter der Veranstaltung bei. Was seit vielen Jahren gut funktioniert, wird nicht leichtfertig verändert – und genau das ist es, was den ELE-Triathlon ausmacht: Verlässlichkeit, Kontinuität, und dennoch genügend Leben, um Jahr für Jahr Menschen anzuziehen, die das erste Mal dabei sind.

Gladbeck hat seinen Triathlon – und der Triathlon hat Gladbeck. Das war heute wieder spürbar. Bis nächstes Jahr.

Die vollständigen Ergebnislisten aller Wettbewerbe sind abrufbar unter www.sv13.de.

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