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Einsame Bahnen

Gladbeck, 28.07.2011, Lennart Krotzek

Im Freibad gibt’s derzeit jede Menge Platz. . . Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Im Freibad gibt’s derzeit jede Menge Platz. . . Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Gladbeck. Einsam zieht der Rasenmäher seine Runden über die große Liegewiese des Gladbecker Freibades. Besucher werden in diesen Tagen nicht davon gestört.

Denn nur ein paar Frühschwimmer finden den Weg ins Becken. Sprungturm, Kinderbecken und Liegewiese sind hingegen verwaist. An guten Sommertagen kommen bis zu 3000 Besucher ins Freibad, im gesamten Juli waren es bisher nur 3500. „Das scheint ein ganz schlechtes Jahr zu werden“, beurteilt Ulrich Heitfeldt die aktuelle Situation.

Ulrich Heitfeldt ist beim SV 13 zuständig für die kaufmännische Verwaltung und befürchtet 40 000 € weniger Einnahmen als im Vorjahr. „Doch wenn der August noch zehn bis fünfzehn schöne Tage bringt, könnte die Saison noch gerettet werden“, hofft er.

Wirft man ein Blick auf die Zahlen des letzten Jahres scheint die Hoffnung sogar begründet. Denn während der Juli 2010 mit 25 000 Besuchern ein erfolgreicher Monat war, waren es im August nur noch 4500 Gäste, die den Weg ins Becken fanden.

IM FREIBAD

SV 13 führt die Regie

Der Schwimmverein Gladbeck 1913 betreibt seit 2003 das Freibad und muss somit auch mit den geringeren Einnahmen zurecht kommen. Der Zuschuss der Stadt bleibt allerdings konstant, unabhängig davon, wie sich die Besucherzahlen entwickeln. Die Schwimmsaison 2003 war, seit der Übernahme durch den SV 13, die besucherstärkste. 72 000 Gäste fanden damals den Weg ins Freibad. 2011 kamen bisher erst 20 000 Badegäste. Insgesamt sollen’s 2011 aber noch 50 000 werden. . .

Immerhin, größere Investitionen, wie zum Beispiel der neue Weg an der Liegewiese oder eine neue Filteranlage wurden schon in den letzten Jahren getätigt. Und Rücklagen aus den vorherigen Saisons könnten, sagt Heitfeldt, die fehlenden Einnahmen aus diesem Sommer auffangen.

Sie hoffen auf einen sonnigen August

Trotzdem hofft er natürlich auf einen schönen August. „Nur wenn es ein paar Tage hintereinander über 25° konstant warm ist, kommen die Massen“, so seine Erfahrung.

Für die Arbeit des hauptamtlichen Schwimmmeisters Marco Schluck hat das Wetter indes keine Auswirkungen. Er bewacht die Becken auch wenn nur wenige Schwimmer dort ihre Bahnen ziehen. „Wenn mehr Besucher da sind, ist die Arbeit schon aufregender. Aber genug zu tun, haben wir auch so“, kommentiert er die Flaute im Wasser.

Für die Freibadbesucher wird der schlechte Juli wohl keine Auswirkungen haben. Eins kann Ulrich Heitfeldt nämlich jetzt schon mit Gewissheit sagen: „Wir schließen auf keinen Fall und machen auch nicht früher zu.“ Diese Sicherheit sei auch für die zahlreichen Sportler, die im Freibad trainieren wichtig. Außerdem, so garantiert Heitfeldt, werde das schlechte Wetter keine Auswirkungen auf die Eintrittspreise haben.

Und so kritisch die Besucherzahlen auch sein mögen, Heitfeldt versucht selbst dieser Situation noch etwas Positives abzugewinnen: „Jetzt kann der Bademeister jeden Gast persönlich begrüßen.“

(Quelle: derWesten.de; abgerufen am 31.07.2011)

Siehe auch: Bericht Lokalzeit Essen (WDR) vom 29.07.2011

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