SV Gladbeck 13 e.V.

Schwimmen und mehr

Weltmeisterliche Erfahrungen für zwei SV13er

Frank    Mit dem Rad bei der Arbeit

 Weltmeisterliche Erfahrungen für zwei SV13er Vera Lang und Frank Wiedenhöfer

Wieder Hitzeschlacht für Triathleten

Die Weltmeisterschaften über die IRONMAN 70.3 Strecke (1,9 km Schwimmen, 90 kmRadfahren, 21,1 km Laufen) in Zell am See zogen neben den 2.300 Teilnehmern aus62 Ländern auch zwei Starter des SV13 an. Eigentlich war alles perfekt , die Sonne schien, der Himmel blau, das Publikum international und eine traumhafte Kulisse von See und Bergen.

 Perfektes Triathlonwetter, wenn nicht die hochsommerlichen Temperaturen von 34 Grad gewesen wären. Das Verlangen war einem eher nach einem großen Berg von Speiseeis in der beschaulichen Kleinstadt des Salzburger Landes als nach einem Berganstieg mit 14 %. Doch so Wiedenhöfer und Lang: „Raceday, darauf haben wir hintrainiert und die Stimmung war einfach toll.“

Anders als bei dem großen Ironman-Bruder (doppelte Distanz), begann der Tag nicht früh am Morgen, sondern fast Mittag. Um 11.25 Uhr bzw. 11.55 Uhr stiegen die SV13 Fahnenträger in den See, um ihr Rennen zu beginnen. „Es war aber alles viel entspannter als bei einer Langdistanz, da die Möglichkeit bestand in aller Ruhe sein Rad in die Wechselzone zu bringen sich vor dem Start in einem anderen Bereich einzuschwimmen, um dann in seiner Startgruppe zum Schwimmstart zu gehen.“

Frank    WM Start in Zell am See

Vorweg. Frank Wiedenhöfer startete furios und hielt sehr lange ganz vorne mit. „Nach einem schnellen anschwimmen über 300 m befand ich mich in einer Gruppe mit fünf gleichschnellen Athleten und ich konnte mein Tempo auf dem leichten, rechteckigen Schwimmkurs gut schwimmen.“ Nach 26:54 Minuten stieg der Feuerwehrmann als Zehnter seiner Altersklasse aus dem See. Nun ging es auf die 90 km lange Rad Runde mit ca. 1.000 Höhenmetern vor traumhafter Bergkulisse. Der Flachland-Gladbecker sorgte gerade hier für eine Überraschung. Er schob sich auf den vierten Rang in seiner Altersklasse vor: „Knackpunkt war ein 13 km langer Anstieg nach Dienten am Höchkönig, der auf den letzten 2 km 14% Steigung hatte. Anschließend ging es auf einer steilen Abfahrt nach Saalfelden und zurück durch Zell am See mit einem letzten Abstecher nach Kaprun“, beschreibt Frank Wiedenhöfer die schwere Tour. Schnell wurde in die Laufschuhe gewechselt. „Ich war völlig überrascht, als ich erfuhr, dass ich als Vierter in den letzten Teil ging. Da hatte ich ganz schön Ehrgeiz und wollte unbedingt das angestrebte Tempo von 4:20 Min./km halten.“ Nach ca. 1/3 der Laufstrecke zollte die Hitze ihren Tribut. Trotzdem wurde es eine Halbmarathonzeit von 1:43 Stunden. „Irgendwie ins Ziel gerettet. Mit der schlechten Laufzeit war dann auch nur noch der 25. Platz drin“, resümiert er mit einem Hauch Enttäuschung. „Mein persönliches Ziel war ja eine Platzierung im ersten Viertel der 220 Starter und das habe ich erreicht und bin so gesehen voll zufrieden.“

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Eine alte Triathlon-Weisheit traf hier zu, dass man, wenn man sich vorne platzieren will, volles Risiko gehen muss und, dass man entweder erfolgreich durchkommt oder einbricht. „Ich bin wirklich nicht traurig, dafür war der tolle Wettkampf in einer schönen Landschaft und die Stimmung bleibt mir in positiver Erinnerung.“ Das seine Leistung, bis auf das Laufen an diesem Tag, im internationalen Vergleich standgehalten hat (als einer der Ältesten in seiner Altersklasse hat er gerade am Berg die jüngeren abgehängt) bringt Wiedenhöfer zu einem verschmitzten Lächeln. „Nächstes Jahr wechsele ich in die AK 50. Neue Attacke auf die Qualifikation und gute Platzierung.“ Nun werden allerdings die nächsten Wochen die Beine hochgelegt und dem Körper eine Erholungsphase gegönnt, um dann im nächsten Jahr wieder voll motiviert angreifen zu können.

 

Vera Rad

Vera Lang, die sich vor dem Rennen weniger gut vorbereitet gefühlt hatte, hielt prima mit. Als 33. kam sie mit einer Zeit von 31:49 Minuten aus dem Wasser und machte sich auf in die Höhe von über 1.300 Metern. Das Radfahren lag ihr und sie konnte Platz um Platz bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gut 32 km/Std gut machen. Als 21. ihrer Altersklasse ging es auf die Laufstrecke. Die Hitze setzte ihr ebenso zu wie vielen anderen Athleten.

Vera Laufen

Trotz Kampf gab sie 12 Plätze ab und erreichte glücklich nach 5:19:58 Stunden das Ziel. „Was für ein Erlebnis, bei so einer WM starten zu dürfen. Die ganze Atmosphäre entschädigt für all die Anstrengungen“, sieht sich Vera Lang für ihre Mühe belohnt.

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