SV Gladbeck 13 e.V.

Schwimmen und mehr

Wiedenhöfer hat die WM-Quali für 2015 sicher

Frank WiedenhöferKleines Hawaii wartet auf Frank Wiedenhöfer, der sich für die Weltmeisterschaften über die Mitteldistanz der Triathleten (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) auf Rügen für 2015 in seiner Altersklasse qualifizierte. „Erstmalig werde ich daran teilnehmen“, freut sich Wiedenhöfer, der schon zweimal die Qualifikation in den letzten Jahren erreicht hatte, aber nicht den Sprung über den „großen Teich“ machen wollte: „Kostenfrage. Triathlon bedeutet mir sehr viel, aber nicht alles.“ Im nächsten Jahr findet die WM über die Mitteldistanz erstmals in Europa statt. Genauer gesagt in Zell am See/Österreich. Fast im Schatten des Großglockners will der SV13er Triathlet ein möglichst gutes Ergebnis erzielen. Welchen Platz er sich ausrechnet? „Keine Ahnung, ich kenne meine Konkurrenz ja kaum. Aber die europäische Altersspitze wird dort antreten und die ist sehr gut.“

Um an Weltmeisterschaften des Veranstalters „Ironman“ teilnehmen zu können, müssen im Rahmen von Qualifikationsrennen gute Platzierungen erreicht werden, um dann eine Startberechtigung zu bekommen. In Deutschland gibt es einige davon, so z.B. in Wiesbaden (gleichzeitig die Europameisterschaften von „Ironman“ über die Mitteldistanz), im Kraichgau oder auf Rügen. An letzterem Rennen nahm Wiedenhöfer mit Erfolg teil und bekam einen der „Slots“, der ihn berechtigt, nun an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Ist es schwer sich zu qualifizieren? „Man muss schon verdammt schnell sein um eine vordere Platzierung zu erreichen. Die Leistungsdichte in den Altersklassen 40-50 ist verdammt gut. Das größte Problem auf Rügen war: ankommen. Durch das Unwetter wurde es so gefährlich, dass das Schwimmen in der Ostsee abgesagt wurde und stattdessen vor dem Radfahren auch gelaufen wurde“, klärt der Feuerwehrmann auf. Allerdings waren die Bedingungen auf dem Rad ebenfalls kritisch, da der Wind bei Stärke 6-7 stark böig war und bei den hohen Geschwindigkeiten der Athleten und dem starken Regen durchaus Gefährdungspotenzial besaß. „Ich brauchte einen Platz besser als  6 und erreichte den vierten. Da habe ich schnell die 300 Euro WM-Gebühr bezahlt und mir den Platz für nächstes Jahr im August gesichert.“ Was wird im nächsten Jahr in Zell am See anders sein? „Die Strecke wird bergiger, das macht aber nichts, da ich nicht zu den schweren Athleten zähle und mir die schweren, bergigen Radstrecken besser liegen. Hierfür werde ich einige Trainingseinheiten im Sauerland oder der Eifel im Sommer nächsten Jahres einlegen. Bis dahin gibt es im Frühjahr noch ein Trainingslager auf Mallorca und zwei Wettkämpfe über die Mitteldistanz als Vorbereitung auf das WM Rennen“, gibt Wiedenhöfer Einblick in seine Trainingsstrategie. „Das Schwimmen und Laufen wird nicht anderes sein als bei anderen Mitteldistanzen, aber ich werde mich für den Saisonhöhepunkt so vorbereiten, dass ich an diesem Tag meine beste Leistung bringe.“ Dem Hauptbrandmeister kommen seine Schichtdienste da entgegen. „Gerade in der Winterzeit kann ich im hellen fahren, das hilft schon.“ Mit ca. 8.000 km Trainingsvolumen auf dem Rad, 1.500 km in den Laufschuhen und 400 km im Wasser rechnet er, um eine optimale Vorbereitung zu erzielen. „Hoffentlich gibt es keine Wehwehchen oder Verletzungen, die mich zurückwerfen könnten“, gibt der fast 49jährige zu bedenken. Wie schafft er es, sich bei Wind und Wetter in die Laufschuhe oder aufs Rad zu begeben, gerade jetzt, wenn die kalten Temperaturen sich mit dem Regen verbinden? „Einfach machen. Nicht darüber nachdenken. Nach einer Trainingseinheit geht es mir dafür umso besser. Schon ein tolles Gefühl, seinen eigenen Schweinehund überwunden zu haben.“

Bei den Vorbereitungen zu der Weltmeisterschaft der halben Ironmänner werden wir Frank Wiedenhöfer begleiten und uns immer wieder nach dem Stand der Dinge fragen. „Eigentlich kann es fast jeder. Man muss nur fleißig sein und hier und da über seine Schatten springen,“ will der für den SV Gladbeck 13 startende Bueraner WM-Repräsentant Mut machen. Doch irgendwie schwer zu glauben.Frank Wiedenhöfer

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