SV Gladbeck 13 e.V.

Schwimmen und mehr

Potrebitsch spielt alles oder nichts in Bolton (GB) und verliert

Großartige Leistung bis zum 30. Laufkilomenter beim Ironman Großbritanien

Georg Potrebitsch vor dem SchwimmstartEinen klaren Aufwärtstrend konnte Georg Potrebitsch in den letzten Wochen verzeichnen. Das harte Training verlief planmäßig, die Leistungssteigerungen über das Jahr gesehen waren bemerkenswert undzuletzt in Norwegen bei der halben Triathlondistanz sprang schon ein vierter Platz heraus. In Bolton fand nun der Ironman Großbritanien statt, der ihm sogar eine Fahrkarte nach Hawaii bescheren konnte. Große Chancen auf eine der 42 Karten hätte er gehabt, wenn es ein Podiumsplatz geworden wäre, doch auf dem letzten Drittel des abschließenden Marathons schied Potrebitsch aus.

„Bei mir ist irgendwie der Wurm drin,“ schüttelt Little-Georg (Körpergröße um die 1,94 m) den Kopf. „Ich war wirklich gut vorbereitet und konnte absolut vorne mithalten. Die Trainingswerte waren absolut ok und selbst bei den Höhenmetern habe ich mich gegenüber dem Ironman in der Schweiz verbessert. Ich muss mit meinen Trainern genau analysieren, woran es diesmal lag.“ Eigentlich liegen ein paar Gründe auf der Hand. Die Ausschreibung sah 1.200 Höhenmeter vor, tatsächlich waren es dann 2.200 Meter. Damit hatte der Gladbecker SV-13 Triathlet, der dem Profirennstall des Powerhorse-Teams angehört, einen erheblichen Nachteil, da er sein größenbedingtes Mehrgewicht die Berge heraufbewegen muss. Zusätzlich gab es nicht die gewohnte Anzahl an Verpflegungsständen, um den Marathon nach den 3,8 km Schwimmen und 180 km Radfahren komplett bei „Diät“ durchzustehen, zumal sein Körper ein paar Kilokalorien mehr verbrennen als die der Sportler in der 70 kg Klasse. Für ein weiteres Handicap sorgte eine entzündete Verletzung am Fuß. Trotz der Widrigkeiten lief es für den SV13er gut an. Als Dritter kam er aus dem Wasser, konnte beim Radfahren sogar längere Zeit den zweiten Platz behaupten und wechselte als Fünfter auf die Marathonstrecke, seiner „schwächsten“ Disziplin. Zwar wurde er von dem späteren Dritten noch eingeholt, aber konnte den sechsten Platz bis kurz vor seinem Ausscheiden halten. „Alles oder nichts“, stand für Potrebitsch fest. Ein Podiumsplatz oder zumindest ein Platz unter den ersten fünf Teilnehmern könnte ein Ticket für Hawaii zu den Weltmeisterschaften bedeuten. „Letztlich spielen wohl einige Punkte für das Ausscheiden eine Rolle, aber eines ist auch klar. Ich bin bis zum knock-out sehr gut geschwommen, sehr gut gefahren und gut gelaufen.“

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